Neun Domains
Eine Domain reicht. Sagt jeder. Pack alles auf eine Seite, mach eine Navigation, fertig. Ich habe das versucht. Ein Blog, alle Themen, eine Stimme. Es hat sich falsch angefühlt. Wenn ich über Arbeit schreibe, denke ich anders als wenn ich über Technologie schreibe. Ein Verzeichnis klingt anders als eine These.
Neun Domains sind neun Perspektiven. Jede hat ein Thema, einen Ton, eine eigene Richtung. Sie teilen sich den Code, nicht die Haltung. Bei mir funktioniert das als Denkwerkzeug. Die Domain zwingt mich in einen Rahmen. Auf .work schreibe ich fokussierter als auf .today.
Ich bin mir nicht sicher ob das Klarheit ist oder Overhead. Neun Domains sind neun mal Hosting, neun mal DNS, neun mal Pflege. Für eine einzelne Person ist das viel. Vielleicht zu viel. Aber statt eine Seite zu bauen die alles kann und nichts richtig, baue ich lieber neun Seiten die jeweils eine Sache ernst nehmen.
Die Frage die ich mir stelle: ab wann wird Trennung zur Fragmentierung? Wann hören neun Perspektiven auf sich zu ergänzen und fangen an sich zu verlieren? Ich habe darauf noch keine Antwort.