Pflichtcontent
350 Millionen registrierte Domains. Die meisten parken, leiten weiter, oder zeigen eine Baustelle. Ich sehe das ständig wenn ich Domains recherchiere. Der Name klingt perfekt, du klickst drauf, und da steht: "Diese Domain ist zu verkaufen." Das passiert mir mehrmals pro Woche.
Was wenn eine Domain ein Vertrag wäre? Nicht juristisch, semantisch. Du registrierst eine Domain und damit sagst du: hier steht etwas. Nicht irgendwann, jetzt. Ich habe selbst neun Domains und ich merke den Druck, jede davon mit Inhalt zu füllen. Vielleicht ist dieser Druck genau richtig.
Es wäre im Interesse der Registries dass auf ihren Domains kein Mist verteilt wird oder nur tote Inhalte zu finden sind. Kein Content nach 90 Tagen, Domain wird freigegeben. Das würde Domain-Squatting über Nacht beenden. Ich bin mir nicht sicher ob das technisch umsetzbar ist, aber als Denkmodell finde ich es interessant.
Die Frage die mich beschäftigt: wer definiert was "Inhalt" ist? Eine Parking-Seite ist technisch auch Inhalt. Eine einzelne Zeile Text ist Inhalt. Ab wann gilt ein Versprechen als eingelöst? Vielleicht ist die Grenze gar nicht so einfach zu ziehen wie ich dachte.